Ein stimmungsvoller Turniertag, starke Leistungen und zahlreiche Erfolge prägten den Auftritt des Grün-Gold TTC Herford bei den Landesmeisterschaften im Lateintanzen am Sonntag, dem 8. Februar 2026, in Düsseldorf. Beim gastgebenden TD Rot Weiß Düsseldorf gingen drei Paare und zwei Solistinnen für den Herforder Verein an den Start und sorgten mit ihren Ergebnissen für ein durchweg positives Fazit.
Die Turniere mit Herforder Beteiligung verteilten sich über den gesamten Tag, sodass sich die Aktiven gegenseitig intensiv anfeuern konnten. Bereits zu Beginn der Veranstaltungen um 11 Uhr herrschte reger Publikumsandrang und eine mitreißende Stimmung. Der gesamte Turniertag entwickelte sich zu einer großen Tanzparty, für die der ausrichtende Verein mit einer hervorragenden Organisation den passenden Rahmen schuf.
Den Auftakt aus Herforder Sicht machten Rainer und Sabine Nolte in der Senioren III A-Latein. In einem hochklassig besetzten Feld von fünf Paaren, von denen gleich mehrere Titelambitionen hatten, zeigten sie sich bestens vorbereitet. Trotz knapper Ergebnisse bei vorangegangenen Turnieren präsentierten sie sich hochkonzentriert und überzeugten sowohl in der Sichtungs- als auch in der Endrunde. Mit deutlichen Siegen in allen Tänzen und nahezu ausschließlich Bestwertungen sicherten sie sich den Landesmeistertitel. Per Beschluss erfolgte damit zugleich der Aufstieg in die S-Klasse Latein, die höchste deutsche Startklasse.
Am späten Nachmittag traten Rainer und Sabine zusätzlich in der Senioren III S-Latein an. Nach einer mehr als vierstündigen Pause fehlte am Ende ein einziges Kreuz für den Finaleinzug. Dennoch erreichten sie einen respektablen siebten Platz von zehn Paaren. Da beide bereits seit rund drei Jahren auch im Standard in der S-Klasse tanzen, sind sie nun startberechtigt für WDSF-Europa- und Weltmeisterschaften über zehn Tänze. Auf diese besonderen Herausforderungen blicken sie mit großer Vorfreude. Bemerkenswert ist dabei die sportliche Entwicklung des Paares: Erst vor gut zwei Jahren begannen Rainer und Sabine mit Lateinturnieren in der D-Klasse. In allen vier Klassen von D bis A wurden sie Landesmeister und stiegen jeweils per Beschluss auf. Den Sprung in die S-Klasse schafften sie mit insgesamt nur 25 Lateinturnieren.
Als Nächste gingen Henning Hartmann gen. Schulte und Nadja Hartwig in der Senioren II A-Latein an den Start. Nachdem sie am Wochenende zuvor bereits Landesmeister der Senioren II B-Latein geworden waren, präsentierten sie sich auch in Düsseldorf in starker Form. Ihre engagierte und souveräne Leistung wurde mit dem zweiten Platz und dem Vizelandesmeistertitel belohnt.
Im Anschluss trat Jasmin Machynia bei den Solo-Turnieren der Hauptgruppe C an. Mit 13 Starterinnen war das Feld so groß, dass eine Zwischenrunde erforderlich war. Jasmin überzeugte durch einen sehr coolen und selbstbewussten Auftritt. Obwohl sie im Finale die meisten Bestwertungen aller Tänzerinnen erhielt, belegte sie auf Grund des Majoritätssystems am Ende Rang zwei. Für die Jugendtänzerin ist das ein hervorragendes Ergebnis im Feld der Hauptgruppe. Der zweite Platz brachte ihr zudem den Aufstieg in die B-Klasse per Beschluss.
Für den Grün-Gold TTC Herford ging es anschließend mit Sarah Isabell Klusmann weiter, die gleich zweimal startete. Bei den Solos Senioren I/II B dominierte sie das Feld klar und holte souverän den Landesmeistertitel nach Herford. Ihr Auftritt wirkte noch präsenter und professioneller als zuletzt. In ihrem zweiten Turnier bei den deutlich jüngeren Tänzerinnen der Solos Hauptgruppe I/II B belegte sie Platz neun von elf. Da sie jedoch die einzige Starterin der Hauptgruppe II B war, durfte sie sich auch hier über den Landesmeistertitel freuen.
Den Schlusspunkt setzten Michael und Polina Hofmann in der Senioren II S-Latein mit insgesamt elf Paaren. Mit viel Erfahrung und einer überzeugenden Leistung erreichten sie sicher das Finale und belegten dort einen starken fünften Platz, untermauert durch mehrere zweite Wertungen.
Der Grün-Gold TTC Herford präsentierte sich bei den Landesmeisterschaften in Düsseldorf in ausgezeichneter Form und konnte mit zahlreichen Topplatzierungen glänzen. Ein besonderer Dank gilt Trainer Rolf Andreas Laubert, dessen methodische Arbeit diese Erfolge möglich gemacht hat.